Share this post on:

Green oder Greenwashing?

Der schwedische Möbel-Riese hat sich ja viel vorgenommen: In 10 Jahren will das Unternehmen „klimapositiv“ sein. Denn auch in der Heimat der Klima-Aktivistin Greta Thunberg ist Nachhaltigkeit natürlich (neben Corona) das Thema der Zeit. Und das wird wohl auch noch lange so bleiben (länger als Corona hoffentlich).

Der Slogan „Nachhaltigkeit darf kein Luxus sein“ steht dabei im Zentrum der Kommunikation. Spot inklusive.

Unter Nachhaltigkeit versteht Ikea dabei z.B. Mischbatterien zum Wasser sparen oder Textilien, die zu 100 Prozent aus recyceltem Polyester bestehen oder besonders energieeffiziente LED-Leuchtmittel.

So weit so gut. Nun ist es natürlich gut, wenn ein großes Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit in sein Sortiment aufnimmt. Nur ist der geneigte Konsument natürlich (aus gutem Grund) dabei immer erst mal skeptisch. Denn nur allzu oft haben diese guten (oder gut klingenden) Ansätze mehr mit Greenwashing und weniger mit grünem Gewissen zu tun.

Und was ist Greenwashing?

Als Greenwashing werden Kampagnen und PR-Aktionen bezeichnet, die einzelne Produkte, ganze Unternehmen oder politische Strategien in ein „grünes“ Licht stellen, sodass der Eindruck entsteht, die Akteure würden besonders umweltfreundlich, ethisch korrekt und fair handeln.

Unternehmen, die Greenwashing betreiben, treten in den Augen der Käufer und der Öffentlichkeit mit einem grünen Image auf und verkaufen dem Konsumenten das Prädikat „ökologisch wertvoll“. Bei den grüngewaschenen Produkten entspricht dieser äußere Schein allerdings nicht den ökologischen Tatsachen.

Um bessere Öffentlichkeitsarbeit betreiben zu können, sowie den Marken- und Unternehmenswert zu steigern, missbrauchen die Unternehmen dabei die Grundideen der Corporate Social Responsibility (CSR), die unter dem Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ stehen und nachhaltiges Wirtschaften in den Vordergrund stellen.

Was nun jetzt im Fall von Ikea zutrifft, wird die Zukunft zeigen. Ich finde es prinzipiell gut, wenn das Thema so immer weiter in die Köpfe der Menschen dringen kann. Wenn es allerdings nur ein werblicher grüner Anstrich bleibt, schadet man dem Grundgedanken mehr als man es tolerieren kann. Und das allgemeine Misstrauen wächst.

Wobei man sich ja generell fragt, warum es für jedes Problem auf unserer Welt sofort geifernde „Leugner“ gibt. Wobei aber der Dummheit mancher Menschen wirklich kaum Grenzen gesetzt scheinen.

Leugner werden leugnen

Klimawandel? Gibts nicht, ist eine Erfindung der Medien und grüner Geschäftemacher.

„Pandemie? Gibts nicht, ist eine Erfindung der Eliten und der Politik, die uns versklaven will.“

Nun kann man natürlich seine Werte nicht an den Ängsten, der Perfidie und der Dummheit der Dümmsten orientieren. Und daher ist es wichtig, dass das Thema Nachhaltigkeit immer weiter in die Untiefen der Gesellschaft dringt. Ob Ikea dabei eine positive Rolle spielen wird, wird sich noch herausstellen.

Share this post on:

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.