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Was eine Pandemie in der Kommunikation verändern kann

Die Corona-Pandemie zeigte enorme Auswirkungen auf viele Länder und beeinträchtigte das Leben der Menschen und damit auch die Kommunikation nachhaltig. Kampagnen wurden verschoben oder beendet, Events abgesagt und Markteinführungen gestoppt.  

Und sogar die „unantastbaren“ US-Riesen facebook und google erwarten Einbußen bei Werbeeinnahmen von mehr als ​44 Milliarden US-Dollar. Nur bei amazon war die Entwicklung etwas zwiespältiger. Hier gab es anfänglich ein china-bedingtes Angebots-Problem. Viele Produktionen wurden stillgelegt oder arbeiteten nur sehr eingeschränkt. Dadurch hinkte das Angebot der Nachfrage deutlich hinterher. 

Jetzt laufen die Betriebe in China zwar wieder wie gewohnt, aber das Problem hat sich schon verlagert: Während das Angebot wieder steigt, änderte sich die Nachfrage. Das war bei amazon gut zu erkennen. Einige Produktkategorien (zum Beispiel Mode und Schuhe) erleben seit dem Beginn der Pandemie einen Rückgang, andere Kategorien wie Lebensmittel und Haushaltswaren (Klopapier!), Home-Office-Ausstattung, Garten, Fitness oder der Unterhaltungssektor verzeichnen hingegen einen Anstieg der Verkäufe.

Corona ändert(e) unser Verhalten

Die Pandemie hat auch das Verhalten der Konsumenten verändert. Mobile Payment ist mehr denn je auf dem Vormarsch, Streaming- und Online-Lebensmittellieferdienste boomen – und die Nutzung von digitalen Technologien, wie Chat- oder Video-Call-Tools, steigt stark an.

Und viele Unternehmen konnten und können jetzt auch online sehr flexibel auf diese Veränderungen reagieren. Mit Live-Streams, Podcasts, Webinaren oder Virtual-Reality-Projekten stehen sie mit Kunden weiter (und sogar stärker) in Kontakt. Disney hat etwa die Markteinführung des Streaming-Dienstes ​Disney+ in Großbritannien und Europa vorgezogen. 

Viele dieser Reaktion auf die Pandemie haben bereits gezeigt, dass digitales Marketing viele Bereiche „analoger Kommunikation“ gut übernehmen kann, da es günstiger ist und schneller funktioniert.  Viele Konsumenten haben jetzt offenbar ein größeres Bedürfnis nach sozialem Kontakt als normalerweise, da sie oft immer noch nur sehr vorsichtig die eigenen vier Wände verlassen. 

Community Entertainment

Seit dem Ausbruch der Pandemie verzeichnete Facebook z.B. einen Zuwachs von 70 Prozent für Video-Anrufe​ mit dem Facebook Messenger. Social-Media-Kanäle stellen schon immer eine gute Möglichkeit für Marken dar, sich mit ihrer Zielgruppe zu verbinden.

Besonders jetzt sollten Marken diese Kanäle gut und immer besser für sich nutzen und ihrer Community durch die Krisenzeit helfen. Sie müssen ansprechbar sein, Unterstützung anbieten und präsent sein – auch indem sie für Unterhaltung (in jedem Sinne) sorgen. 

Levi’s hat da sehr schnell gehandelt, ​um zuhause festsitzende Kunden zu unterhalten​, indem man täglich Online-Konzerte auf Instagram Live gestartet hat. Jeden Tag um 17:01 Uhr streamt Levi’s einen Live-Auftritt eines seiner Markenbotschafter. Werbung und Marketing hat jetzt mehr denn je mit Markenpflege zu tun und mit einem Service-Angebot für Konsumenten. Und gerade in diesen Zeiten, in denen sich Verhaltensmuster auf Kundenseite verändern, ist hier Flexibilität und Kreativität gefragt.

Der britische Mobilfunkanbieter EE stellte Kunden aus der Risikogruppe sowie Kunden mit Behinderungen kostenlos Minuten​, SMS und Datenvolumen zur Verfügung, um ihnen zu helfen, während der Corona-Virus-Sperre Kontakt besser pflegen zu können. 

Die Zukunft jetzt beginnen!

Bereits vor der Pandemie war eine Verlangsamung des traditionellen Offline-Handels und eine Beschleunigung der digitalen Transformation zu erkennen. Dieser Prozess hat sich nun nochmals beschleunigt und Unternehmen sehen sich gefordert, die digitale Umstellung mit noch mehr Vehemenz voran zu treiben als zuvor. Gleichzeitig sind kreative Strategien zur Überwindung der Krise gefragt (PR-Maßnahmen oder effektivere Webanwendungen), während langfristige Aufgaben wie die Verbesserung des Grafikdesigns oder das Branding weniger gefragt sind. 

Sicher ist, dass bereits ein erster Schritt in Richtung e-Commerce, Social Media und nachhaltigem Dialog eine gute Grundlage für die Zukunft darstellt, da diese die Zukunft der Kommunikation bedeuten.

Der Mehrwert einer digitalen Community zeigt sich vor allem in Krisen – Fans einer Marke oder eines Produktes werden – wenn man es richtig macht – zu ersten Unterstützern, zeigen Solidarität und scheuen sich auch nicht, neue Vertriebswege auszuprobieren.

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